
Aarberg – Studen entlang der Alten Aare
Text und Fotos: Esther Ryffel / Aarberg – Die Perle im Seeland! Kaum aus dem Zug gestiegen, flanieren wir durch das Zuckerstädtchen mit der historischen Altstadt. An einem Samstag morgen ist viel Betrieb in den vielen einladenden Lokalen, kulinarisch wie auch handwerklicher Natur. Über die sehr gut erhaltene, gedeckte Holzbrücke steigen wir hinunter zur Alten Aare. Diesem ursprünglichen Flusslauf der Aare folgen wir nun auf unserer heutigen Wanderung. Der Weg führt durch eine faszinierende Flusslandschaft. Entstanden ist diese Idylle als Folge der ersten Juragewässerkorrektion in den Jahren 1868 bis 1891. Dieser Teil des Aaretals war einst ein breiter, versumpfter und oft überschwemmter Landstreifen. Durch zahlreiche Aufwertungsmassnahmen bietet die heutige Alte Aare Lebensraum für gefährdete Pflanzen und Tiere und gilt als Auenlandschaft von nationaler Bedeutung. Das Gebiet wurde 1961 zum ersten Mal unter Naturschutz gestellt und 1992 ins Aueninventar von nationaler Bedeutung aufgenommen. Die grosse Vielfalt an Lebensräumen mit Altläufen und Giessen, Flachmoore sowie unterschiedliche Waldgesellschaften wechseln sich je nach Untergrund ab. Wir geniessen diesen einzigartigen Lebensraum von nachgewiesenen 25 Libellen- und 11 Heuschreckenarten mal auf der einen, dann wieder auf der anderen Flussseite. Man kann sich kaum sattsehen an den plötzlich auftauchenden Gewässerperlen mit Altarmen, Tümpeln und Weihern. Nach dem Hornussenfeld bei Lyss wird die Ruhe für eine Weile leider durch die nahe Autobahn gestört. Bald jedoch sind wir wieder im Banne des längsten zusammenhängenden Altwassersystems der Schweiz. Wir beenden die abwechslungsreiche, erholsame Wanderung in Studen. Beeindruckt von dieser einmalig schönen Auenlandschaft kehren wir nach Zürich zurück.













