
Davoser Wandertage / 2. Tag Mi. 02.07.2025
Text: Margret Schmid Fotos: Margret Schmid, Jürg Reichert, Bruno Berner
Schwarze Wanderung
Ab heute gab es zwei Wanderangebote, schwarz oder rot. Am Vorabend hatte sich die grosse Mehrheit für die „schwarze“ Wanderung entschieden. Wegen der unsicheren Wetterlage ging sie nicht, wie vorgesehen zu den Jöriseen sondern führte vom Dürrboden das Dischmatal hinunter bis zu unserem Hotel. Mit dem 8:05 Uhr! Bus ab Davos Dorf fuhren wir gemütlich bis zum Startpunkt der Wanderung. Die eindrücklich karge Landschaft begeisterte uns total. Auf dem gut unterhaltenen Wanderweg ging es schon fast wie im Flug hinunter bis zum Restaurant Teufi. Dort belohnten wir uns mit etwas Feinem.





Die ganze Gruppe liess es sich nicht nehmen und wanderte das GANZE Tal ab. Neben uns plätscherte der Dischmabach, der zusammen mit dem Flüelabach zum Landwasser wird. An Alpweiden und Kuhherden vorbei führte der Weg gemächlich bis Davos. Da wir schon recht früh beim Hotel ankamen, fuhr ein Teil von uns noch zum Apéro aufs Jakobshorn. Dank der Gästekarte kostete das uns nur CHF 13.–.
Rote Wanderung
Eine kleine Gruppe von nur vier Wanderinnen und der Leitung war heute vom Bahnhof Wiesen über Schmitten, Alvaneu nach Filisur unterwegs. Natürlich musste zuerst das Wiesner-Viadukt begangen werden. Also; wirklich auf das Viadukt kamen dann nur drei von fünf. Nach diesem Abenteuer waren wir froh um den breiten Waldweg, der mit vielen Orchideen aufwartete. Türkenbund, Rotes Waldvögelein, Wohlriechender Händelwurz (wirklich extrem blumig), Zweiblättrige Waldhyazinthe und wie sie alle hiessen. An ein gutes Marschtempo war nicht zu denken. Dafür traffen wir bei unserem Rastplatz auf eine Gruppe von der Stiftung der Berghilfe. Sie rissen im steilen Gelände der Alpwiese alle Tännchen aus. Sie seien zu stachelig für die empfindlichen Kuhmäuler.









Eine Viertelstunde weitergewandert, war auf dem schönen Spielplatz von Schmitten der Jungbauer am Feuermachen. Und da zwei Schritte weiter ein Hofladen mit Käswürsten aufwartete, beschloss unsere Gruppe spontan hier zu bräteln. Ein unerwartetes Fest für Margret. Nach dem feinen Mittagessen führte unsere Wanderung zuerst durch das Dorf Schmitten, auf der Kantonsstrasse über den Schmittenerbach und weiter bis Alvaneu. Inzwischen waren recht viele schwarze Wolken aufgekommen und so beschlossen wir im Restaurant des Altersheim einzukehren und auf den nächsten Bus Richtung Davos zu warten. Aber es kommt meistens anders als man denkt. Der Himmel klarte sich wieder auf und nach der längeren Rast fühlten sich alle fit genug den Weg hinunter zum Landwasser und dann hinauf nach Filisur zu bewältigen. Als Belohnung kam dann noch der Nostalgiezug und brachte uns zurück nach Davos. Nichts geplant, aber alles bestens aufgegangen.


