
Davoser Wandertage / 4. Tag Fr. 04.07.2025
Text: Margret Schmid Fotos: Margret Schmid, Jürg Reichert, Bruno Berner
Schwarze Wanderung
Die Wetterprognose sagte den einzigen Tag ohne Gewitterneigung und Regen an. Am Morgen kam die grosse Überraschung in Form eines Regengusses. Da hätten wir gerne darauf verzichtet. Dann heute war endlich eine Hochgebirgswanderung angesagt worden. Trotz der schlechten Wetterlage machten sich sechs „Kampf“-Wanderer auf den Weg ins Flüelatal. In Susch, Abwz. Schwarzhorn stiegen sie aus und mussten die Rucksack-Pariser montieren. Auch die Wanderer selber wurden gut eingepackt und schon ging es los. Beim recht steilen Aufstieg Richtung Munt da Marti bemerkte einer der Wanderer, dass heute nicht sein Tag war und kehrte um. Die fünf Verbliebenen wanderten tapfer weiter und wurden belohnt. Schon bald hörte der leichte Regen auf und ein paar blaue Stellen zeigten sich am Himmel. Die schöne Wanderstrecke entschädigte für alle Mühsal und in der Grialetschütte gab es eine Aufwärmung in Form eines Heissgetränks, einer Suppe und/oder einer Fruchtwähe.








Der anschliessende Weg hinunter zum Dürrboden war schnell bewältigt. Natürlich brauchte auch dieser gut ausgebaute Bergweg weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit. Aber wo der Weg durchgeht war auf einen Blick klar. Ganz im Gegensatz zum Weg vor dem Erreichen der Grialetschhütte. Trotzdem staunten wir nicht schlecht als uns ein „Wanderer“ in Adiletten entgegen kam. Seinem Abstieg zurück zum Dürrboden hätten wir gern zugeschaut. Dank unserem flotten Wandertempo erreichten wir schon den 14:10 Uhr Bus und waren eine Stunde vor der Abreise nach Zürich in Davos. Ziel erreicht: Kein Unfall, genug früh zurück in Davos für einen Apéro, keiner musste unsere Koffer für uns vom Hotel zum Bahnhof transportieren.
Rote Wanderung
Wegen des Morgenregens fuhren wir En-Bloc auf die Ischalp, die Fahrt aufs Jakobshorn wäre bei dem Wetter für die Katz. Aber schon auf der Busfahrt nach Davos Platz hörte der Regen auf. Und auch auf der Ischalp blieb es trocken. Super. So konnten wir unsere Regenschirme schnell verstauen und uns mit frohem Wanderschritt auf die versprochene Höhenwanderung machen. Aber ohalätz, das fing ja mit einer veritablen Steigung an. Margret zählte die Sekunden des Aufstiegs: 12 Sekunden und nicht wie von einer Teilnehmenden befürchtet 30 Minuten. Schon waren wir im lichten Tannen- und Lärchenwald unterwegs. Natürlich hatte es wieder viele Knabenkräuter und ander Blumen. Fantastisch. Nach nicht einmal einer Stunde wandern traffen wir schon im Naturfreundehaus Clavadeleralp ein. Hier machten wir eine länger Pause. Ein paar spielten Skipbo, die anderen halfen mit, schon gab es das bestellte Mittagessen. Von Capuns über Salat bis Rhabarberwähe war alles total fein. Ein Hoch auf den Koch und natürlich auch auf den total netten Service (mit dem Velo verunfallt und deshalb stark lädiert. Angeknachster Rückenwirbel). Schon machten wir uns auf den Rückweg zur Ischalp. Denn die Sonne hatte sich inzwischen durchgesetzt und das Jakobshorn und seine Aussicht wollten doch alle noch sehen. Der Gipfel selber fanden viele enttäuschend mondlanschaftig. Wenigstens war die Aussicht schön. Die Rückfahrt erfolgte individuell und so traffen die „Rote Wanderung“-Teilnehmenden tröpfchenweise beim Bahnhof Dorf ein. Aber alle, die wollten, fanden Zeit für einen Abschieds-Apéro. Waren vier tolle und erlebnisreiche Tage.





