
Neuhüsli – Passwang – Obere Wechten – Wasserfallen
Text und Fotos: Margret Schmid
Obwohl perfektes Wanderwetter angesagt war, wollten nur 5 NF Senioren den Aufstieg von 610 Höhenmeter in Angriff nehmen. Sie wurden reichlich belohnt. Doch von vorne. Nach der unkompliziert verlaufenden Anreise stiegen wir bei der Haltestelle Neuhüsli aus. Da das Restaurant geschlossen war, gab es einen kaffee-losen „Kaltstart“. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Das Schattenbergtäli versprach nicht nur angenehme Wandertemperaturen, es hielt auch sein Versprechen. So waren die ersten Kilometer mit gemächlichem Anstieg locker bewältigbar. Auch der folgende, zum Teil steile Aufstieg zum Passwang konnte grösstenteils im Schatten zurück gelegt werden. Leider war die Aussicht immer noch praktisch Null durch das Wolkengedöns der letzten Regentage.



Bei dem Picknickplatz wunderten wir uns über den parkierten Van mit Berlinernummer. Während wir genüsslich in unser mitgebrachtes Brötchen etc. bissen, kam der Bewohner zum Vorschein. Ein Schweizer, der lange in Berlin lebte und nun zurück in die Schweiz wollte mit seiner Lichtkunst. Jetzt wollte er sich aber erst einmal von der Stress-Stadt Berlin erholen. Das hatten wir zum Glück nicht nötig und nach der Mittagspause machten wir uns gemütlich auf Richtung Ober Wechten. Leider hatte das Naturfreundehaus geschlossen und seine Picknickplätze waren von einer grossen Wandergruppe belagert. Da zogen wir es vor, ohne weitere Pause die Zebrafelsen zu erobern. Und die waren einfach SUPER!




Der kurze Abstieg Richtung Wasserfallen und seiner Gondelbahn wurde mit der Aussicht auf ein feines Bier oder Glacé bei der Skiclub-Hütte versüsst. Bis wir am Eingang die Tafel vorfanden „geschlossene Gesellschaft“. Da gab es kurz lange Gesichter bei uns. Aber schnell hatten wir die Lösung zur Hand: einfach ins Tal gondeln und bei der Bushaltestelle einkehren. Gesagt getan. War eine tolle Idee. Genug Platz, netter Service, grosse Auswahl und der Bus direkt vor der Nase. Der brachte uns dann eine Stunde später nach Liestal, von wo wir nach zwanzig Minuten Wartezeit direkt nach Zürich fahren konnten. Ein schöner, blumenreicher und abenteuerlicher Wandertag ging zu Ende.
