
Adonisröschen: Leuk – Unterems – Turtmann
Text und Fotos: Margret Schmid
Im vollbesetzten Zug nach Visp konnten wir uns zwei Abteile nebeneinander sichern. Schon einmal ein guter Einstieg in die Wanderung. Das Umsteigen in Visp klappte auch problemlos. Dieser gute Einstieg wurde noch mit einem Startkafi (draussen!) getoppt. Guter Dinge stiegen wir in die Wanderung ein. Doch Übermut kommt vor dem Fall. Prompt vertat sich Margret mit der Abzweigung zur Suone. Und so fanden wir uns nach kurzer Zeit auf einem abenteuerlichen Abstieg wieder, der über und unter Baumgruppen führte, die auf unserem Weg lagen. Alle atmeten auf, als wir uns endlich auf dem versprochenen Weg mit der friedlich dahinplätschernden Suone befanden. Wir fanden; ab jetzt kann es nur noch „Schoggi“ sein. Waren vor einem Jahr noch alle Wege im Tal wegen umgefallenen Bäumen gesperrt, wurde in der Zwischenzeit alle Hindernisse vom Wanderweg entfernt. Auch die Querung der Bachrinne, die vor einem Jahr noch sehr anspruchsvoll war, wurde von den Wanderweg-Machern tip-top ausgebaut und entschärft. So macht wandern freude.





Nach der Mittagsrast kam schon bald der „versprochene“ Anstieg. Der erste Teil war auch ausgebaut und etwas entschärft worden. Trotzdem genossen wir auf dem Aussichtspunkt die Atempause und natürlich die einmalige Aussicht. Beim zweiten Teil des Anstiegs entpuppten sich die letzten Höhenmeter vor dem Hochplatau von Unterems als seeeehr anspruchsvoll. Aber auch diese Herausforderung meisterten wir. Umso mehr genossen wir nun die gemütliche Strecke bis zum Dorf Unterems. Obwohl dieser Abschnitt asphaltiert war. In Unterems erfuhren wir von einer Einheimischen, dass das Restaurant Edelweiss geöffnet sei. Und so fanden wir uns nach wenigen Minuten in der gemütlichen Gaststube wieder. Silvana spendierte die Runde. VIELEN DANK!






Der nette Wirt erklärt uns, dass wir etwas zu spät für die Adonisröschen seien. Die Blütenpracht sie mehrheitlich schon verblüht. Etwas geknickt durch diese Ansage machten wir uns auf den Abstieg nach Turtmann. Und wurden von den Röschen positiv überrascht. Überall und büschelweise fanden wir die sonnengelb leuchtenden Blumen. Das beschwingte unsere Schritte dermassen, dass wir früher als geplant beim Busstopp waren. Dadurch konnten wir einen Bus früher nehmen, bis Brig fahren, dort noch ein Glacé/Walliser-Roggenbrot etc. kaufen und konnten unsere Sitzplätze aussuchen. Top! Denn ab Visp war der Zug gerammelt voll.
