
Affoltern i.E. – Lueg – Affoltern i.E.
Text und Fotos: Esther Ryffel Nach einer erlebnisreichen Anfahrt ins Emmental, starten wir die heutige Wanderung in Affoltern i.E. Die in den letzten Tagen starke Bise hat sich zum Glück zurückgezogen, der Hochnebel stört uns nicht gross. Bereits nach wenigen Minuten treffen wir auf einen Hofladen (Schnousilädeli auf berndeutsch). Es ist jedoch noch zu früh, um den Rucksack mit Köstlichkeiten zu füllen. Somit begnügen wir uns mit einem Augenschmaus. Bald erreichen wir die Fuchshalde, wo der Weg hinab ins Tobel Sackgraben führt. Kurz wandern wir entlang dem Öschbach um danach wieder hinauf nach Juch zu gelangen. Eine kurze Trinkpause und es geht weiter zum Weiler Junkholz. Hier befindet sich ein Pferde Altersheim, die Tiere grasen gemütlich auf der Weide. Der Nebel löst sich zögerlich, doch pünktlich zum Mittagessen beim Denkmal Lueg auf 888 müM verziehen sich die Wolken tatsächlich. Mit der wärmenden Sonne und einem wunderbaren Ausblick geniessen wir die Pause. Bei klarem Wetter wären mehr als 300 Berggipfel in 14 Kantonen sichtbar. Heute sehen wir die Gipfel nur ansatzweise im Dunst. Ein Grund mehr, irgendwann nochmals an diesem schönen Ausflugsziel zu rasten. Die mächtige Steinsäule mit sechs Flachreliefs erinnert an die während des Ersten Weltkriegs verstorbenen Kavalleristen. Ebenfalls steht hier eine jahrhundertealte Linde. Beeindruckt von dieser geschichtsträchtigen Stelle wandern wir nun bergab, teilweise durch lichtdurchfluteten Wald oder auf offenem Feld. Über die Rinderweid gelangen wir zurück nach Affoltern. Alle sind wir uns einig, den wohltuenden Wandertag im Restaurant der Emmentaler Schaukäserei ausklingen zu lassen. Die Speisekarte verführt zu feinen Desserts. Coupe Nesselrode und Vermicelles sind in den Ausführungen mini, klein und «normal» zu bestellen. Die kleinen Portionen können locker als verfrühtes Nachtessen genossen werden. Der grosszügige Verkaufsladen besticht mit einer reichen Auswahl an Käse in allen Variationen. Mit vollgepackten Rucksäcken steigen wir ins Postauto und fahren gut gelaunt zurück nach Zürich.










