
Baden,Oberstadt – Tüfels-Chäller – Heitersberg – Remetschwil
Text: Margret Schmid / Fotos: Margret Schmid, Brigitte, Knecht, Jens Staeck
Bei angesagten 33 Grad im Mittelland wandern. Geht das? Die Antwort von 17 Naturfreunden Senioren Zürich war (und ist) ein klares JA! Vorausgesetzt die Wanderung startet am Morgen, führt durch den Wald und der Wind schickt immer wieder einmal einen Gruss. So kann es sogar eine Genusswanderung werden. Und genau eine solche Genusswanderung hatten wir. Wir starteten am Waldrand von Baden, wo die Temperatur, verglichen mit derjenigen beim Busbahnhof, merklich kühler war. Nach ein paar Schritten aufwärts waren wir im noch etwas kühleren Wald. Herrlich. So wanderten wir zuerst zum Tüfels-Chäller. Dort schlängelte sich der Wanderweg um die riesigen Gesteinsbrocken und an Farnen vorbei Richtung Bareggtunnel. Diesen überschritten wir ohne (Auto)Unfall. Natürlich machten wir unterwegs immer wieder einen Trinkhalt. Der Brunnen bei der grossen Waldhütte war abgestellt. Die Trockenheit forderte auch hier ihren Tribut.




Nun ging es im gemächlichem Tempo weiter bergauf, um dann von der Waldstrasse in einen steileren Waldweg abzuzweigen. Zum Glück nur kurz steil und dafür empfing uns am „Grat“ ein kühlender Wind. Wir folgten dem Gratweg bis zum Rüsler, wo wir an einem perfekt beschatteten Rastplatz die frühe Mittagspause machten. Die Wanderleitung verteilte noch etwas Feines aus dem Prättigau. Nach 40 Minuten waren alle verpflegt und freuten sich auf die weitere Strecke.


Die führte zuerst weiter dem Grat entlang, aber da der Weg zuviel in der Sonne lag, zweigten wir wieder in den Wald ab. Nach kurzer Zeit führte uns die Wanderleitung zurück zum Waldrand. Zum Glück. Uns bot sich eine tolle Sicht auf das Limmattal, von Baden bis Zürich, die Lägern, der Altberg und sogar der Üetliberg mit seinen Türmen konnten wir ausmachen. Mit dieser Aussicht zur linken Seite wanderten wir am nun schattigen Waldrand entlang. Alle genossen die Schönheit um uns herum und eine fast schon andächtige Stille machte sich breit.




Oberhalb von Killwangen zweigten wir wieder in den Wald ab und kamen (unbemerkt) beim Heitersberg vorbei zum Rastplatz oberhalb von Remetschwil. Hier machten wir unseren letzten Trinkhalt vor dem sehr besonnten Abstieg ins Dorf. Da sich die Gruppe geschlossen für den Abschlusstrunk im Restaurant Schöneck in Remetschwil entschied, telefonierte die Wanderleitung mit dem Restaurant um zu reservieren. Es war total schön, nach dem heissen, Dank Wind einigermassen erträglichen, Abstieg im Restaurant so freundliche empfangen zu werden. Super Service, absolut bezahlbare Preise und jede/m ein Ventilator hingestellt. Wo gibt es denn noch so was? Im Aargau, in Remetschwil, im Restaurant Schöneck. DER Abschluss einer tollen Sommerwanderung.


