
Garichti Stausee

Fotos: Hanne Muscarello, Text: Hanne Muscarello
Was für ein Tag wird es wohl heute werden?
Noch am Vortag meldeten sich zwei weitere Personen an. Sie wollten allerdings nur die Fahrt geniessen und nicht an der Wanderung teilnehmen. Schlussendlich waren es sogar drei, die den Tag gemütlicher angingen und den Garichti-Stausee auf eigene Faust umrundeten. Dabei konnten sie die angenehm kühle Luft und die herrliche Aussicht in vollen Zügen geniessen.
Mit dem Zug in Schwanden angekommen eilten wir zum Bus und ergatterten gerade noch die letzten freien Sitzplätze. Das war ein Glück, denn an den folgenden Haltestellen stiegen noch zahlreiche weitere Fahrgäste zu.
In Kies ging es mit der Seilbahn weiter. Da pro Fahrt nur 20 Personen Platz finden, mussten wir uns auf mehrere Gondeln verteilen. Unsere drei «Genusswanderer» konnten bereits mit den ersten beiden Gondeln fahren, während wir auf die dritte warteten. Dank der kurzen Fahrzeit von nur vier Minuten waren jedoch alle rasch oben und bereit für den Tag.
Schon zu Beginn wurden wir von zwei neugierigen Bergziegen begrüsst – ein schöner Auftakt unserer Wanderung.



Schöne Aussichten



Mittagspause. Der Bach geht unter der Wanderweg. Die Alpwirtschaft ist leider geschlossen
Der Weg führte zunächst steil bergauf, zuerst durch den angenehm kühlen Wald und später über sonnige Hänge. Zum Glück sorgte immer wieder ein frischer Wind für willkommene Abkühlung. Unterwegs bewunderten wir die vielfältige Alpenflora und liessen den Blick immer wieder über die eindrucksvolle Berglandschaft schweifen. Bald erreichten wir den höchsten Punkt unserer Tour.
Für das Picknick fanden wir einen idealen Platz bei einem Stall. Dort gab es sowohl schattige als auch sonnige Sitzmöglichkeiten – genau richtig für eine gemütliche Mittagspause mit Speis und Trank.
Natürlich durfte auch der kurze Abstecher zur Wildbeobachtungsstation nicht fehlen. Von dort bot sich uns ein wunderbarer Blick auf den Garichti-Stausee und die umliegende Bergwelt – ein Aussichtspunkt, der den kleinen Zusatzaufstieg mehr als lohnte.



Zurück beim Stausee teilten wir uns auf. Zwei Teilnehmende machten sich direkt auf den Weg zum Hotel, um sich dort eine Erfrischung zu gönnen. Die übrigen vier wählten den Weg über das Naturfründehuus, wo wir ebenfalls eine gemütliche Pause einlegten, bevor wir die letzten Höhenmeter zurück zur Seilbahn unter die Füsse nahmen.
Rechtzeitig erreichten wir die Bergstation und konnten mit der Seilbahn hinunterfahren. So sicherten wir uns auch einen Platz im gut besetzten Bus. Beim Bahnhof Nidfurn-Haslen trafen wir unsere drei Begleiter wieder, die den Stausee gemütlich umrundet hatten, und gemeinsam traten wir die Heimreise an.
Es war ein rundum gelungener Wandertag. Die angenehmen Temperaturen in der Bergwelt, die herrlichen Ausblicke, die farbenprächtige Alpenflora und das gemütliche Beisammensein machten die Tour zum Garichti-Stausee zu einem schönen Erlebnis für alle.
