
Irchel-Höhenzug: Oberteufen – Hochwacht – Rütelbuck – Irchelturm – Oberbuch
Text: Irene Mendoza Fotos: Irene Mendoza, Hanne Muscarello
Wer hätte das gedacht? Auf dem Tafelberg „Irchel“ im Kanton Zürich war es zu unserer Überraschung weder heiss, noch „düppig“! Auch dank des Waldes und der erhöhten Lage von 700 Metern, fühlte sich die Temperatur stets angenehm an.
Wir waren heute im kleinen Grüppli unterwegs, was aber keinen Einfluss auf die gute Stimmung hatte. Es war schön, miteinander zu plaudern und die Wanderung zu geniessen.
Den steilen 40-Minuten-Aufstieg ab Oberteufen, vorbei an der eindrücklichen „Brueder-Lienert-Höhle“, meisterten alle problemlos. Im letzten Teil brauchte es etwas Trittsicherheit. Nach diesem Anstieg kamen wir ins Schwitzen, wegen des beinahe flachen Geländes jedoch später nicht mehr.
Nach einer Stunde Wanderzeit, erreichten wir die „Hochwacht Irchel“ mit grossem Rastplatz. An diesem historischen Ort machten wir unseren ersten Trinkhalt.
Nach der Pause ging es weiter Richtung „Schartenflue“, wo wir bis zu einer Weggabelung auf einem längeren schmalen Pfad wanderten. Danach führte uns ein gemütlicher breiter Naturweg zum Aussichtspunkt und Picknickplatz „Rütelbuck“. Hier machten wir unsere Mittagsrast und assen das mitgebrachte Picknick. Neben Tischen und Bänken steht hier eine Waldhütte, und eine Tafel gibt Auskunft über die umliegende Gegend.
Unser nächstes Ziel war der 28 Meter hohe, 1983 erbaute Irchelturm. Dort angekommen, standen wir vor einem weiteren schönen Rastplatz, welcher heute menschenleer war. Ein Grund könnte das Feuerverbot im Kanton Zürich sein, denn Grillieren ist bei den Leuten sehr beliebt. Die Feuerstelle liegt direkt unter einem grossen Baum, und ein Teil der Blätter wurde bedauerlicherweise durch vergangene Feuer geschädigt.
Für eine letzte Pause vor dem Abstieg blieb genügend Zeit, sodass sich Silvana ein kleines Nickerchen gönnte. Hanne hingegen liess es sich nicht nehmen, den prächtigen Irchelturm mit seinen 190 Stufen zu besteigen. Sie sagte, die Aussicht wäre toll gewesen, den „Säntis“ hätte sie jedoch nicht entdeckt. Da wir quasi „familiär“ unterwegs waren, nutzten wir die Gelegenheit, uns etwas näher kennen zu lernen. Das war eine schöne Erfahrung!
Nun wurde es Zeit, Silvana aufzuwecken und den steilen Schlussabstieg nach Oberbuch „unter die Füsse“ zu nehmen. Die lange Treppe schaute umringt von viel Grün ganz anders aus als im Vorfrühling (beigefügtes Bild). Wir waren froh, den steilsten Teil darauf zurücklegen zu können.
Kurz vor dem Waldausgang wartete eine kleine Überraschung auf uns: Hanne entdeckte eine beeindruckende Erdkröte und machte ein Foto von ihr. Das war wirklich etwas Besonderes!

Bis zu unserem Wanderziel, der Bushaltestelle „Buch am Irchel, Oberbuch“, brauchten wir 25 Minuten. Auf einem gemütlichen Bänkli im Schatten, warteten wir auf die gewählte Busverbindung nach Hettlingen Bahnhof und weiter mit der S 12 zur gewünschten Haltestelle.







