
Monatstreff im Glarnerland: Netstal – Linthuferweg – Glarus (Restaurant) – Ennenda
Text und Fotos: Irene Mendoza
Nach der einstündigen Fahrt mit der S 25 nach Netstal, wurden wir dort von strahlendem Sonnenschein begrüsst! Das zauberte gleich ein Lächeln auf unsere Gesichter, war es doch in Zürich mit Bise noch recht frisch gewesen.
Der gemütliche Linthuferweg führte uns an grüner Landschaft mit weidenden Kühen und steilen Felswänden vorbei. Der Bergriese «Vorderglärnisch», Hausberg von Glarus, begleitete uns während des ganzen Tages.
Bald hatten wir die Kalkfabrik Netstal erreicht, welche von den Glarnerinnen und Glarnern liebevoll «Chalchi» genannt wird. Seit 1900 wird hier Kalkstein abgebaut und verarbeitet. Es handelt sich um die einzige Produzentin von Weisskalk in der Schweiz.
Etwa nach einer Stunde Wanderzeit kamen wir in Glarus an, unterquerten dort das Bahnhofsgebäude und machten einen Trinkhalt im Volksgarten, wo wir den sprudelnden Springbrunnen bewundern konnten.
An verkehrsreichen Strassen und ruhigen Nebenstrassen vorbei, spazierten wir durch die kleinste Kantonshauptstadt der Schweiz. Wir kamen am Rathaus und der evangelischen Stadtkirche vorbei und gingen weiter ins Restaurant «Schützenhaus», wo für uns ab 11:30 Uhr das Mittagessen reserviert war.
Es war eine schöne Überraschung und grosse Freude für uns, dass alle 21 Personen in einem separaten Raum, an einem langen Tisch zusammensitzen und essen konnten! Auch wieder dabei war Walter Gubler, welcher alleine zum Restaurant gereist ist. Die ganze Gruppe hat ihn herzlich begrüsst!
Das grosse Glarner Wappen, welches am Ende des Saals aufgehängt ist, liess keinen Zweifel über den Ort unseres Aufenthalts offen. Es handelt sich bei Glarus um das einzige Kantonswappen, welches einen Menschen zeigt: Den heiligen Fridolin mit Wanderstab und Bibel. Der Legende nach war Fridolin ein irischer Glaubensbote, der anfangs des 6. Jahrhunderts lebte und durch dessen Einfluss die Bewohner des Glarnerlands zu Christen geworden waren.
Im sehr gut organisierten Restaurant stimmte einfach alles: Feines Essen, freundliche Bedienung, gemütliche Atmosphäre. Vegetarierinnen erhielten zur besseren Erkennung ein «Blüemli» Eine tolle Idee! Schon bald begannen einige zu singen, und Marie-Louise beglückte uns mit ihren Jodel-Klängen. Am Schluss applaudierten wir und genossen die gute Stimmung.
Nun meldete sich langsam der Hunger bei uns, und wir nahmen das bestellte Menu gerne entgegen. Es ist immer wieder schön, gemeinsam zu speisen und angeregt miteinander zu plaudern!



Nach dem Essen verliessen uns vier Teilnehmende, drei stiegen in den Bus zum Bahnhof und eine Teilnehmerin besuchte ein Museum in der Nähe. Die anderen machten sich auf den Weg nach Ennenda. Auf dem Rückweg zum Bahnhof hatten mehrere den Wunsch, in einer «gluschtigen» Bäckerei etwas Feines für zu Hause einzukaufen.
Anschliessend gingen wir wieder in den Volksgarten, welchen wir in Richtung Ennenda durchquerten. Viele Bäume und Sträucher säumen die Wege im prächtigen Garten. Beim Verlassen des Parks überquerten wir noch eine Brücke und wanderten das letzte Stück von heute bis zur Bahnhaltestelle Ennenda.
Wie bestellt, traf dort ein paar Minuten später die S 25 ein, welche uns ohne Umsteigen zurück nach Zürich HB brachte. Ein Ausflug mit vielen schönen Eindrücken und netter Gesellschaft neigte sich seinem Ende entgegen. Danke an Monika für die gute Begleitung. Schön, dass ihr gekommen seid!




