
Monatstreff: Schwellbrunn
Text: Anita Jesenko Fotos: Gabi Ellmauer
Der Monatstreff ist einfach eine tolle Sache. Eine fröhliche Gruppe von ca. 30 bis 35 Frauen und Männer freuen sich immer auf diese Begegnungen, den Wanderungen in toller Natur und vor allem auch, auf das gemeinsame Mittagessen. So war es auch diesmal wieder. Im reservierten Zugabteil konnten wir die angenehme Fahrt Richtung Gossau SG und Herisau AR geniessen. Weiter führte uns der Bus an Blumengeschmückten Kreiseln vorbei und bald kamen wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in Schwellbrunn auf 972 M an. Es ist die flächenmässig viertgrösste Gemeinde des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Ein sehr schöner Ort mit seinen typischen Höfen, mit herrlicher Weitsicht – und wo die Kirche noch mitten im Dorf steht. Gertrud Waldburger (Trudi), eine sportliche Seniorin unserer Wandergruppe, ist in dieser Gemeinde aufgewachsen. Auf unserem Weg durch das Dorf kamen wir an ihrem Elternhaus vorbei. Als Appenzellerin kannte sie die Wandermöglichkeiten natürlich bestens. Auch hatte sie Gabi ein sehr gutes Restaurant empfohlen.




Also… los gings auf unsere Rundwanderung. Von Schwellbrunn Dorf führte der Weg vorbei bei dem Gasthaus Ochsen mit Frischmarktküche, sowie der dazugehörenden Metzgerei mit regionalen Qualitäts- und Markenprodukten. Mit Blick in die wunderbare Landschaft und der mächtigen Nordwand des Alpsteins mit Säntis und dem Kronberg wanderten wir vorerst ein Stück auf dem Rätselweg entlang, wo Hüpfi und Stüpfi (Hase und Igel) jeweils mit auf dem kleineren Rundgang für Familien dabei sind. Bekanntlich geht es aber im Appenzellerland Hügel hinauf und Hügel wieder hinunter. Unsere Wanderleiterin Gabi schaute, wie immer, gut zu uns und machte rechtzeitig auf heikle Passagen aufmerksam. Auch Helena, die für den Schluss der Gruppe zuständig war, liess kein «Schäfchen» aus den Augen. Unser Weg führte bald von der Strasse weg, bergauf über Wiesen durch wunderbare Natur, Richtung Halden, Högg und Stein mit Blumengeschmückten Häusern. Wieder hinunter bis Restaurant Hirschen und wieder hinauf bis Betreuungszentrum Risi, mit grosser Terrasse und ebenso toller Aussicht! – Hier brauchte es nochmals eine Verschnaufpause um unseren letzten Teil unter die Füsse zu nehmen. Zu unserem Ziel dem Restaurant Sitz zuoberst auf dem Berg. Von weitem haben wir das Restaurant schon gesehen. Aber erst hier im Risi sahen wir, wie steil dieser letzte Aufstieg war. Unsere Wandererfahrungen sagten uns: «Hut auf, gut durchatmen, ruhig aufsteigen». Hat geklappt! Aber unser Herz und unsere Muskeln wurden gefordert und das bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein pur. Glücklich über unsere Leistung aber «bachnass» von der Anstrengung kamen wir oben an.







Im schönen, gepflegten Restaurant Sitz auf 1’087 M. wurden wir belohnt mit einer herrlichen Rundumsicht vom Bodensee bis zum Säntis. Kulinarisch wurden wir verwöhnt mit super frischem Salat, Chäshörnli mit Zwiebeln, einer feinen Appenzeller Siedwurst und einem Möhl Apfelsaft, einem Bierchen oder einem Glas Wein. Tradition und Brauchtum wird an diesem Ort und in fünfter Generation grossgeschrieben. Auch die Geselligkeit und das Jodeln. Nach dem Mittagessen stimmte deshalb Trudi, unsere Appenzellerin, das Lied «Mir Senne heis luschtig» an und so sangen und jodelten wir aus vollem Herzen und nach bestem Können. Tolle Stimmung – sehr schön wars hier!
Gestärkt mit feiner Kost, guter Laune und frischer Luft machten wir uns auf die Rückwanderung. Das steile Teilstück hinunter, beim Restaurant Hirschen vorbei und ab hier Richtung Risiwald. Das hiess, zuerst ein Stück auf schräg liegendem Grasland hinauf zu wandern, was gar nicht so einfach war. Da kamen mir die Bauern in den Sinn, die viele solcher Steilhänge bearbeiten müssen. Körperlich eine doch recht strenge Arbeit die täglich in der Landwirtschaft geleistet wird.Unsere Wanderung führte uns weiter den Berg hinauf durch den Risiwald, auf dem Wiesenwanderweg wieder hinunter, zurück via Högg, Halden und beim Feuerwehrgebäude Schwellbrunn vorbei. Da wir aber unseren Durst schon gelöscht hatten,
«kam die Feuerwehr nicht zum Einsatz».






Dankbar für die schönen Erlebnisse und die gute Gemeinschaft ging die Reise mit Bus und Zug via St. Gallen zurück nach Zürich. War das nochmals ein herrlicher Sommertag!
Herzlich grüsst Euch, Anita
