
Neuhaus bei Hinteregg – Vorder Guldenen – Hohrüti-Tobel – Halunggetöbeliweg – Mülitobel – Fronacher – Erlenbach
Text und Fotos: Irene Mendoza
Die versprochene Abwechslung wurde uns auf der heutigen Wanderung geboten, dies vor allem in den drei Tobel, welche wir durchquerten. Der Sturm vom vergangenen Montag hat deutliche Spuren hinterlassen. Etliche umgestürzte Bäume versperrten den Wanderweg, über welche wir mit gegenseitiger Unterstützung steigen mussten. Die grosse Hilfsbereitschaft in der Gruppe war einfach toll, sodass auch die etwas abenteuerlichen Abschnitte gut verlaufen sind.
Aber der Reihe nach: Ab Ausgangspunkt Neuhaus bei Hinteregg sind es nur ein paar Schritte bis zum Waldrand und anschliessend in den Wald. Der gut verteilte Aufstieg verläuft auf breiten Naturwegen und führte uns ins idyllische Moorgebiet Vorder Guldenen.

Aufstieg von Neuhaus bei Hinteregg nach Vorder Guldenen
Danach ging es weiter zur Wolfsgrueb, wo aktuell die lila-farbigen Herbstzeitlosen blühen. Bei einem Holzhüttli mit Tischen und Bänken machten wir eine kürzere Mittagsrast. Der Himmel hatte sich inzwischen dunkler verfärbt, sodass wir schon bald wieder weiter gingen.

Holzhüttli bei der Wolfsgrueb
Breiten Wanderwegen folgend, erreichten wir etwas später das «Hohrüti-Tobel». Vor dem Einstieg mussten wir eine stark befahrene Strasse ohne Fussgängerstreifen überqueren, erlebten jedoch sehr freundliche Autofahrer, welche kurz für uns anhielten. Nun ging es eine steile Treppe mit Geländer abwärts, dann über ein Brüggli und hinein in das Tobel. Auch mit weniger Sonne ist die Umgebung zauberhaft, begleitet vom Rauschen des Baches und den verschiedenen Wasserfällen. Am Ende des Tobels folgte ein kurzer steiler Abschnitt aufwärts, jedoch insgesamt waren die Wege gut passierbar.
Nach einer weiteren halben Stunde Wanderzeit, auf Wald- und Feldwegen, erreichten wir den Eingang ins zweite und längste Tobel von heute mit dem lustigen Namen «Halunggetöbeliweg». Nun begann das anfangs beschriebene «kleine Abenteuer» mit zahlreichen umgestürzten Bäumen und Ästen, welche den schmalen Pfad versperrten und überquert werden mussten. Dank bester Teamarbeit ist zum Glück alles gut gegangen! Bei einem Picknickplatz mit Bänken, machten wir einen Trinkhalt.

Picknickplatz auf dem Halunggetöbeliweg

Brüggli auf dem Halunggetöbeliweg
Am Ende des Tobels, in Kittenmüli, führt der Weg kurz der Strasse entlang, und biegt etwas später ins letzte Tobel von heute, den «Müliweg», ein. Auch hier lagen umgestürzte Bäume am Boden, welche jedoch etwas einfacher zu überqueren waren.
Wir waren froh, das letzte Tobel geschafft zu haben und machten uns auf den Weg zum grandiosen Aussichtspunkt «Fronacher». Dieser gehört zum Zürichsee-Rundweg. Der Himmel war bei unserer Ankunft wolkenverhangen, und der Wind blies uns um die Ohren. Hier lohnte es sich, die Aussicht auf den Zürichsee und Erlenbach zu geniessen.

Aussichtspunkt Fronacher

Blick auf Erlenbach
Die letzte Viertelstunde führte uns auf dem Pflugsteinweg hinunter zu unserem Wanderziel Erlenbach, Pflugstein. Im gleichnamigen Restaurant waren draussen Plätze für uns reserviert, zu unserer Freude vorsorglich mit Regendach. Wir sanken in bequeme Stoffsessel und bestellten beim freundlichen Personal ein Getränk nach Wunsch. Nun konnten wir anstossen auf eine Wanderung mit Überraschungen und grosser Hilfsbereitschaft! Ein grosses Dankeschön an alle!
Noch vor Regenbeginn stiegen wir in den Bus Richtung Bahnhof Erlenbach und fuhren anschliessend mit dem Zug nach Zürich.
