
Nussbaumen – Nussbommersee/Hüttwiilersee – Kloster Ittingen
Wanderleitung: Jürg Studer / Text + Fotos: Margret Schmid
Eine Stunde später als vorgesehen, kamen wir in Nussbaumen an. Wir genossen den Startkafi schon in Frauenfeld da das Restaurant in Nussbaumen überraschend „vorübergehend geschlossen“ wurde. Die Teilnehmerin genoss den Startkafi in Stammheim (Bäckerei Amman, mmmmmhhhh!!). Der grosse Vorteil vom Ganzen: die Sonne hatte eine Stunde länger Zeit um die Temperaturen nach oben zu bringen. So starteten wir ohne Kuhnagelgefahr in die heutige Wanderung.



Jürg führte uns an Bauernhöfen vorbei zu grossen Flächen mit Apfel-/Obstbaumplantagen. Hier erklärte er das Prinzip des Zweiens und den Unterschied zum Pfropfen. Super interessant. Weiter ging es an Schaf- und Ziegengehegen vorbei zum idyllischen Nussbommersee. Die ersten Schweisstropfen zeigten sich auf diversen Stirnen. Es fing das grosse Entblättern an. Den Anfang machte der Wanderleiter. Beim Badeplatz erzählte er uns die Entstehungsgeschichte der drei Seen. Nach dem Rückzug der Gletscher war das ein einziger, grosser See. Während dem ersten Weltkrieg wurde die Torfstecherei gefördert und das Gelände, wo möglich drainiert. Zurück blieben, in den „Dellen“ die drei Seen.


Nach diesen spannenden Ausführungen ging es weiter zur Burgruine Helfenberg. Ein Teil der Gruppe machte sich mit dem Wanderleiter auf eine Kletter- und Erkundigungstour in den Überresten der Burg, die aus dem 12Jh stammt. Langsam meldete sich aber der Hunger. Wir nahmen Abschied von der Ruine und zehn Minuten später traffen wir am Picknickplatz mit einer Hütte und Bänken ein. Ideal.


Frisch gestärkt machten wir uns auf den weiteren Weg zu unserem Tagesziel, das Kloster Ittingen. Durch Wälder mit Raschellaub, vorbei an frisch angesähten Felderen und am Horizont grüsste sogar der Säntis. Die Weite und die Farbenpracht der Wälder, die sich uns boten, begeisterte uns. Kurz vor Ittingen machte Jürg eine Wegabkürzung. Das stellte sich als DIE Herausforderung des Tages heraus. Steil und „Roll“Steine, die gut unter dem Laub versteckt waren. Aber die Naturfreunde Senioren sind fit und bewältigten auch das ohne grossen Rutscher oder gar einem Unfall. Auf dem offiziellen Wanderweg angekommen, war schon die nächste interessante Geschichte fällig. Nämlich die der Köhler. Nachdem die Holzbollen aufgeschichtet und mit Ästen und Erde abgedeckt waren, erforderte die 24-Stunden Arbeit viel Fingerspitzengefühl. Zuwenig Luftzufuhr duch die angebrachten Belüftungslöcher und der Mottbrand ging ganz aus, oder zuviel Luft und die Holzbollen verbrannten und die ganze Arbeit war umsonst.



Nun waren es nur noch eine viertelstunde Wanderzeit bis zum Kloster und seinem Laden/Restaurant/Garten/Kirche. Und genau so konnten alle das machen, wonach ihm/ihr der Sinn war. Eine Stunde später standen alle pünklich am Bushalt und wir traten die Heimfahrt via Frauenfeld an. War eine sonnig-warme! Novemberwanderung, die mit vielen interessanten Informationen des Wanderleiters gespickt war. Vielen Dank an Jürg!
